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Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einem besonders nostalgischen Beitrag auf meinem Blog, denn hier werden Kindheitserinnerungen geweckt! Ist es bei euch auch automatisch so, dass ihr daran denkt, wie es als Kind war, wenn ihr eine Pusteblume seht? 
 
Bei mir ruft die Pusteblume jedenfalls schöne Erinnerungen hervor und macht gute Laune. Und ich kenne kein Kind, das es nicht liebt, die zarten Blüten vorsichtig zu pflücken und dann zu pusten, was das Zeug hält. Diese kindliche Begeisterung und den Umstand, dass Löwenzahn so unglaublich vielseitig ist, wollte ich für ein wenig „Beschäftigung mit Lerneffekt“ nutzen und habe mir zwei verschiedene Aktivitäten ausgedacht.
 
1. Montessori- inspirierte Übung: Butterblumen angeln
 
 
Für die Vorbereitung benötigt ihr nur wenige Minuten und höchst wahrscheinlich habt ihr alle Dinge im Haus, die erforderlich sind: 
 
  • ein Gefäß, welches zur Hälfte mit Wasser gefüllt wird
  • eine oder mehrere Zangen
  • ein zweites Gefäß, in das die Blüten hinein gelegt werden
  • Butterblumenblüten!
Die Blüten werden in das Gefäß gegeben, dann kann das fröhliche Angeln beginnen. Ich hatte zwei Zangen bereit gelegt, weil natürlich beide Sternentänzer mitmachen wollten!
 
Die Beiden waren sehr eifrig bei der Sache und hatten ihren Spaß daran:
 
 
 
Zur Not muss auch mal mit der Hand geangelt werden…
Wenn ich die Beiden so harmonisch miteinander sehe, macht mich das immer unglaublich glücklich und stolz!
 
Fertig!
Und nun? 
…von vorn!
 
2. Wir machen Kunst mit Löwenzahn und all seinen Bestandteilen
Die zweite Idee kam mir bei einem Spaziergang durch den Wald, als überall Pusteblumen zu sehen waren. Ich hatte kurz vorher einen Beitrag auf pinterest entdeckt, wo die Stängel der Pusteblumen als Stempel verwendet wurden (leider habe ich es mir als Pin nicht gemerkt, ansonsten hätte eich es euch gerne verlinkt). Außerdem hatte sich mein großer Sternentänzer die Tage zuvor einmal mit Butterblumen den Arm angemalt und war ganz fasziniert, dass die Blüten abfärben. Da fing ich an darüber nachzudenken, wie man vielleicht noch mehr künstlerische Dinge mit Löwenzahn gestalten könnte. Ich hatte Glück, denn es war genau die Zeit, in der die Butterblumen langsam verschwinden und zu Pusteblumen werden, ich konnte also alle Bestandteile auf einmal einsammeln.
Das habe ich in meinem Fall alleine gemacht, weil die Kinder gerade nicht dabei waren, man könnte sich aber auch schön mit den Kindern gemeinsam auf die Suche begeben.
 
Ich sammelte ein:
 
 
  • Löwenzahn-Blätter
  • Butterblumen
  • Stängel, die noch nicht zur Pusteblume aufgeblüht waren, bei denen man aber schon die weichen Ansätze sehen konnte
  • Stängel von Pusteblumen, bei denen die Samen schon weg geflogen (oder gepustet) waren
  • Pusteblumen
Das alles wurde auf einem Tablett angerichtet und zusammen mit Farben, Pinsel, einem Wasserglas und festem Papier bereit gestellt:
 
Dann folgte eine kurze Einführung in die Übung. Ich habe dem großen Sternentänzer erklärt, welche Teile des Löwenzahns jeweils zu sehen sind, wie sich die Butterblume zur Pusteblume entwickelt und was es damit auf sich hat. Dann konnte der praktische Teil beginnen.
 
Immer nacheinander nahmen wir uns eine Vase mit den dazugehörigen Pflanzenteilen vor und ich erzählte, wie man damit künstlerisch tätig werden kann. 
 
Die Blüten 
Ich hatte ja zu Beginn schon festgestellt, dass die Blüten abfärben, deshalb war die erste Übung, die Farbe der Blüten auf Papier zu bringen:
 
Auf der Haut oder in Klamotten fällt die gelbe Färbung irgendwie mehr auf, aber dem großen Sternentänzer hat es trotzdem Spaß gemacht!
Die Blätter  Bei der zweiten Übung kam endlich „richtige“ Farbe ins Spiel:
Dabei ging es um die Löwenzahn-Blätter, die der große Sternentänzer als Schablone aufs Papier legte oder wahlweise auch gerne direkt die Blätter anmalte.
 
 
 
 
Die Pusteblume Aus den Pusteblumen machten wir ein schönes Fallschirm-Bild! Dazu malte der große Sternentänzer zunächst ein Bild mit blauem Hintergrund und ein bisschen gelb für die Sonne:
Dann schnappte er sich eine Pusteblume und pustete kräftig, sodass die kleinen Fallschirmchen direkt auf dem Bild landeten.
Die Farbe war noch feucht, sodass alles gleich kleben blieb und ein schönes Motiv entstand:
 
 
Die Stängel Auf der Instagram-Seite von wunschkind_herzkind_nervkind hatte ich gesehen, dass man die Stängel einer Pusteblume als Stempel benutzen und damit feine, bunte Kunstwerke schaffen kann (hier geht’s zum Beitrag). Das hat auch bei uns ganz wunderbar funktioniert:
 
 
Der „Pusteblumen-Pinsel“: Ihr ahnt es sicher schon: Die noch nicht aufgeblühte Pusteblume eignet sich als Pinsel und kann wie ein solcher benutzt werden:
 
 
 
Alles in allem entstanden mit Hilfe der Löwenzahn-Pflanze viele schöne Kunstwerke, der große Sternentänzer konnte verschiedene Techniken ausprobieren und ganz nebenbei seine Feinmotorik trainieren und etwas über den Löwenzahn lernen!
Es ist sehr schade, dass die Butterblumen-Zeit erst einmal vorbei ist, denn im Nachhinein habe ich noch einige Ideen gefunden, die euch vielleicht auch interessieren! Ich merke sie mir auf jeden Fall fürs nächste Jahr vor: Die „montiminis“ haben zum Beispiel eine Pusteblumen-Themenwoche veranstaltet und sehr schöne Sachen in diesem Zusammenhang gemacht. Besonders schön ist die Idee, sich die Bestandteile des Löwenzahns auf dem Lichttisch anzusehen. Ich fände es auch interessant, wenn man mit den Kindern über Löwenzahn redet, ihnen zu zeigen, welchen Nutzen er für uns Menschen in Küche und Haushalt hat und in diesem Zusammenhang ein bisschen was auszuprobieren. Man kann beispielsweise Löwenzahnhonig selbst herstellen hier gibt es ein Rezept dafür (es gibt noch viele weitere im Netz). Auch Löwenzahnsalat ist vielleicht ein spannendes Erlebnis, bei chefkoch gibt es alleine 31 verschiedene Varianten, vielleicht ist für euch eine dabei? Das Größte für die Kinder ist und bleibt es aber, raus zu gehen, eine Pusteblume zu pflücken und sich zu freuen, wenn die kleinen Fallschirmchen vom Wind in die Welt getragen werden!
 
Ich hoffe, mein Beitrag hat euch gefallen, bis zur nächsten Woche, 
Franzi

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