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Nachdem ich euch in der letzten Woche das quiet book für den kleinen Sternentänzer vorgestellt habe, gibt es heute zur Abwechslung mal ein Mädchen-Special! Und zwar zeige ich euch das quiet book für die Cousine meiner beiden Sternentänzer. Sie hat es wie der kleine Sternentänzer auch im letzten Jahr zu Weihnachten bekommen. Zu diesem Zeitpunkt war sie vier Jahre alt und hat sehr viel damit gespielt. Auf die allgemeinen Ausführungen zu der Frage, wie ich grundsätzlich an die quiet books heran gegangen bin, werde ich in Teil 2 verzichten, wer heute zum ersten Mal vorbei schaut und Lust hat, darf sich hier gerne Teil 1 für den kleinen Sternentänzer ansehen (1 Jahr alt). Vielleicht noch ein Einblick in meine Ideenfindung: Ich habe im Vorfeld ziemlich viel recherchiert und mir Gedanken gemacht, wie ich die insgesamt drei Bücher gestalten möchte, damit die Kinder etwas lernen können, ihre Interessen berücksichtigt werden und verschiedene „Techniken“ zum Einsatz kommen. Zwischendurch habe ich immer wieder umgestaltet oder anders angeordnet. Da war ich sehr flexibel, trotzdem sollte das Grundgerüst schon stehen, bevor man sich an die Arbeit macht. Dazu gehört zum Beispiel die Frage nach der optimalen Seitenzahl. Ich wollte gerne für jedes Kind gleich viele Seiten, das hat so ungefähr geklappt. Es sollten genügend Seiten werden, damit es abwechslungsreich wird, aber der Zeitraum bis Weihnachten war begrenzt, deshalb konnte ich nicht unendlich viele Seiten machen und musste einige Ideen zurück stellen. Den Zeitfaktor sollte man übrigens nicht unterschätzen! Ich habe im Vorfeld sehr viel geplant, Ideen festgehalten, aufgemalt, mir die Einteilung der Seiten überlegt usw. Dadurch ging mir das eigentliche Basteln schneller von der Hand. So ungefähr sah meine grobe Planung aus:
1. Das Buchcover
Ich habe einen Bienenstock aufgemalt, ausgeschnitten und an einer Schnur eine kleine Biene befestigt, auf deren Rückseite Klettband angebracht ist. So kann die Biene aus dem Stock zur Blume und wieder zurück fliegen. In die Nahtzugabe des Covers ist eine kleine Perlenkette eingenäht mit dem Namen der Cousine (hier unkenntlich gemacht). Ach ja, eine Sache noch: auf der Vorderseite habe ich einen Knopf angenäht, auf der Rückseite eine kleine Schlaufe aus Gummiband. So kann das quiet book geschlossen werden, lässt sich leicht transportieren und nimmt auch nicht so viel Platz im Bücherregal weg… 2. Das Telefon
Das Telefon habe ich auf die Seite genäht. Die Wählscheibe ist flexibel und kann relativ gut nach rechts und links gedreht werden. Die Zahlen sind mit Textilkleber aufgeklebt und die Schnur ist am Hörer befestigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese Art Telefon für meine Generation noch geläufig ist, aber die Kinder kennen sowas gar nicht mehr! Telefon mit Schnur gibt es heute eigentlich nur noch im Büro, zuhause hat man meist nur noch Handys oder schnurlose Geräte. Und wann habt ihr um letzten Mal eine Wählscheibe gesehen? Da habe ich ein Stück Geschichte gebastelt 😉 3. Die Maus
Diese Seite war leicht gemacht: der Hauptstoff aus Filz wurde mit Löchern versehen, unten eine Schnur befestigt, an deren anderen Ende eine Maus hängt. Die Schnur kann durch den Käse gefädelt werden. Dies ist übrigens im ganzen Buch die einzige Seite, die einfach versäubert wurde und nicht mit der nächsten Seite zusammen, denn ansonsten könnte man nicht Fädeln. 4. Beim Friseur
Eine Lieblingsseite von mir! Aus vielen Fäden brauner Wolle habe ich einen Kopf geformt und den Scheitel mittig angenäht. Damit es schöner aussieht, habe ich zusätzlich noch eine kleine Naht gesetzt, wo der Zopf anfängt. So können zwar die Haare nicht offen getragen werden, aber alle Arten von Zöpfen mit Gummis und Spangen sind möglich. Zur Befestigung der Spangen einfach ein Band oben und unten fest nähen. Das funktioniert bei den Haargummis nicht, deshalb habe ich hier einen Druckknopf (Snap) angebracht, mit dem man das Band auf- und die Haargummis abmachen kann. 5. Schuhe binden und Uhr lesen
Das sind Fähigkeiten, die Kinder lernen, wenn sie in die Schule kommen. Ich habe die Schleife und die Uhr jetzt schon eingebaut, weil die Kinder lange Zeit mit dem Buch spielen sollen, da ist es nicht schlimm, wenn einige Seiten erst später interessant werden. Andererseits wird gerade dadurch vielleicht schon vorher ihr Interesse für die Uhrzeit oder Schleifen geweckt, das wäre doch schön! Für den Schuh habe ich eine Sohle, die Seiten und eine andersfarbige Kappe zugeschnitten. Anschließend Ösen angebracht und einen Schnürsenkel durchgezogen. Die Streifen, die ich mit Textilkleber angebracht habe, erinnern ein wenig an die Marke, die die Sternentänzer-Cousine am liebsten trägt :-). Für die Uhr habe ich mittig einen großen Kreis angenäht und anschließend zwölf kleine Kreise aus Filz, in die jeweils ein Snap eingenäht ist. Die Zahlen habe ich einfach mit einem Stift drauf geschrieben… Auf dem großen Kreis der Uhr wurden ebenso zwölf Snaps befestigt, sodass man die Zahlen abmachen kann. So besteht auch die Möglichkeit, Zahlen von eins bis zwölf ohne die Uhr zu lernen und später zu üben, an welcher Stelle der Uhr sich die einzelnen Zahlen befinden. 6. Wäsche waschen
Auf dieser Doppelseite gibt es viel zu entdecken! Das Licht an der Lampe kann an- und ausgeschaltet werden, das Waschpulver ist auf der Rückseite mit Klett befestigt und kann abgenommen werden, um Waschmittel in die Maschine zu schütten. Das Bullauge der Waschmaschine lässt sich öffnen, um Wäsche hinein zu tun. Nach dem Waschgang wird sie in den Korb auf der Wiese gebracht und anschließend auf die Leine gehängt. 7. Zeit zum Spielen
Eine Doppelseite, die zum Mitdenken anregt! Aus den Teilen auf der linken Seite lässt sich ein Quadrat legen, für welches ich die Umrisse mit einem kleinen Zickzack-Stich vorgegeben habe. Auf der Rückseite der Puzzleteile ist Klettband angebracht, damit die Teile an Ort und Stelle bleiben. Das Schöne daran ist, dass es für das Puzzle nicht nur eine Lösung gibt, sondern immer wieder neue Kombinationsmöglichkeiten gefunden werden können. Oberhalb habe ich noch eine kleine Perlenkette mit dem Wort „Puzzle“ angenäht (falls man es nicht gleich erkennt :-)). Auf der rechten Seite gibt es ein klassisches Tic-Tac-Toe Spiel. Auch hier habe ich das Spielfeld mit einem kleinen Zickzackstich vorgegeben und Spielsteine in zwei verschiedenen Farben gefertigt, auf deren Rückseite ebenfalls Klettband befestigt wurde, damit die „Steine“ auf dem Filz halten. 8. Die Post ist da! 
Diese Doppelseite ist von den Farben her so stimmig geworden, dass sie definitiv zu meinen Favoriten gehört. Ich denke, wenn ich Kind wäre, wäre das meine liebste Seite im Buch. Links gibt es einen Briefkasten. Die Klappe als Zeichen, dass sich Post darin befindet, ist mit einem Snap befestigt, sodass sie sich hoch und runter drehen lässt. Die Klappe am Briefkasten kann man ebenfalls mit einem Snap öffnen und Post hinein legen und wieder heraus nehmen. Rechts im oberen Abschnitt habe ich eine Halterung für einige Stifte angenäht. Im unteren Bereich befindet sich ein Brief. Dieser lässt sich mit einem Snap öffnen und innen findet man Papier, um einen Brief zu schreiben. Gut durchdacht, oder? 😉 9. Rechenschieber und Raupe 
Für den Rechenschieber habe ich an den Seiten jeweils zwei weiße Streifen aus Filz angenäht und dabei in gleichmäßigen Abständen zehn Schnüre mit einer bis zehn Perlen zwischengefasst. Das war eine etwas knifflige Angelegenheit, hat aber funktioniert. Die Perlen können abgezählt und von links nach rechts geschoben werden. Das Besondere an dieser Seite: hier können die annehmbaren Ziffern der Uhr (siehe oben unter Punkt 5) zum Einsatz kommen! Auf der rechten Seite des Rechenschiebers sind nämlich Snaps angebracht, auf die die Ziffern der Uhr passen. So kann man den Mengen von eins bis zehn die passenden Ziffern zuordnen. Die Raupe gefällt mir persönlich nicht so besonders, die würde ich beim nächsten Versuch sicher hübscher hinbekommen. Aber von der Idee her ist es nicht schlecht, deshalb will ich sie euch nicht vorenthalten. Ich habe einen Kopf und bunte Kreise als Körper angenäht  darauf farblich passende Knöpfe, an die man kleine Füße kleinen anknöpft. Als kleines Extra hat die Raupe ein Glöckchen um den Hals… 10. Die Wetterstation
Auf der linken Seite habe ich aus Filz 5 verschiedene Wetterlagen gebastelt: Sonnig, Wolkig, Gewitter, Regen und Schnee. Diese werden mit Snaps auf der Seite befestigt. Auf der rechten Seite wohnt der Wetterfrosch, der auf seiner Leiter hinauf und hinab klettern kann. Oben in der Ecke ist auch ein Snap angebracht. So kann das gewünschte Wetter oben angebracht werden und der Frosch bewegt sich daraufhin auf seiner Leiter. Keine Ahnung, ob das zu komplex für 4-jährige Kinder ist. Mir hat die Idee jedenfalls gut gefallen… 11. Die Rückseite
Hier habe ich einen süßen Fuchs gezaubert! Die untere Taschenhälfte ist aus weißem Filz zugeschnitten, für die Klappe habe ich ein Fuchsgesicht mit Ohren aus Filz und Knöpfen als Augen benutzt. Die Nase ist ein Snap, mit dem die Tasche verschlossen wird. Gefällt euch, was ich gemacht habe? Dann freut euch schon auf nächste Woche,  wenn ich den dritten und letzten Teil meiner quiet book- Serie veröffentliche! Falls ihr das nicht verpassen wollt, könnt ihr meinen Sternentanz-Newsletter abonnieren, dafür müsst ihr nur oben auf der Seite „abonnieren“ klicken und eure Mail – Adresse eingeben. Anschließend werdet ihr bei jeder neuen Veröffentlichung per Mail benachrichtigt und seid immer up-to-date, was bei Familie Sternentänzer passiert! Bis zur nächsten Woche, Franzi

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